Ratgeber · Krankenversicherung
Das Haus ist verkauft, die Koffer stehen im Flur, der Flug nach Bangkok ist gebucht. Und dann fragt dich jemand beiläufig: „Und was machst du eigentlich mit deiner Krankenversicherung?“ – Spätestens hier wird es bei den meisten still.
Wir kennen diesen Moment. Die Krankenversicherung ist beim Auswandern der Punkt, an dem die wenigsten einen klaren Plan haben – und gleichzeitig der, bei dem ein Fehler richtig teuer wird. In diesem Beitrag zeigen wir dir ehrlich, wie wir das gelöst haben, welche zwei Genki-Tarife es gibt und – genauso wichtig – wo ihre Grenzen liegen.
- Behältst du deine deutsche Krankenversicherung? Dann ist Genki Traveler der günstige Zusatz.
- Meldest du dich ab oder bist dauerhaft raus? Dann ist Genki Native der vollwertige Ersatz.
- Genki ist online, schnell und flexibel – aber kein Allheilmittel. Vorerkrankungen, dein Alter und Wartezeiten solltest du vorher kennen.
Warum deine deutsche Krankenversicherung nicht einfach mitfliegt
Viele glauben, ihre Versicherung läuft im Ausland einfach weiter. Tut sie in der Regel nicht. Gibst du deinen Wohnsitz in Deutschland auf und meldest dich ab, ruht die gesetzliche Versicherung meist – und ein dauerhafter Schutz im Ausland besteht dann nicht mehr. Auch private Verträge decken Auslandsaufenthalte oft nur für kurze Zeiträume ab. Das reicht für den Urlaub, aber nicht für ein Leben in Südostasien.
Wichtig: Die Details unterscheiden sich von Kasse zu Kasse und von Tarif zu Tarif. Kläre deinen konkreten Status deshalb immer direkt mit deiner Krankenkasse oder deinem Versicherer – bevor du irgendetwas kündigst.
Die eine Frage, die über alles entscheidet
→ Ja (z. B. als Langzeitreisender, weiter in Deutschland gemeldet): Genki Traveler als Zusatzschutz.
→ Nein / du meldest dich ab: Genki Native als vollwertiger Ersatz.
Klingt simpel – ist es auch. An dieser einen Antwort hängt, welcher Tarif überhaupt für dich infrage kommt. Den Rest klären die Details.
Genki Traveler – der Zusatz, wenn du in Deutschland versichert bleibst
Genki Traveler ist eine Reisekrankenversicherung für Langzeitreisende und Nomaden: ein Jahr weltweiter Schutz für unerwartete Krankheiten und Verletzungen. Der günstige Zusatz, solange du in Deutschland krankenversichert bleibst.
Genki Traveler
- Ambulant & stationär bis 1 Mio. € weltweit
- 24/7-Notfall-Assistance mit Direktabrechnung ans Krankenhaus
- Telemedizin und medizinischer Rücktransport
- Sport inklusive – auch Roller, Tauchen, Klettern und Muay Thai
- Selbstbehalt 50 €/Fall · Abschluss bis 69 Jahre
Ehrlich dazugesagt – das ist NICHT dabei: Vorerkrankungen, Zahn (außer nach Unfall), Vorsorge, Psychotherapie und Schwangerschaft. Wer eine bekannte Vorerkrankung hat oder planbare Behandlungen braucht, ist mit Traveler falsch beraten.
Genki Native
- Basic: bis 1 Mio. €/Jahr – ambulant, stationär, chronisch, Krebs, OPs, Transplantationen
- Premium: unbegrenzt + Zahn (bis 2.000 €), Vorsorge, Psyche, Schwangerschaft, Sehhilfen
- Selbstbehalt frei wählbar: 0 / 500 / 1.000 €
- Sport inklusive – auch Roller, Tauchen und Muay Thai
- Versichert über Squarelife, rückversichert von Gen Re
Worauf du achten musst: Es gelten Wartezeiten (Psychotherapie 6 Monate, Schwangerschaft im Premium 12 Monate). USA und Kanada sind nur eingeschränkt abgedeckt – wer dort länger bleibt, prüft das vorher genau.
Unsere ehrliche Einschätzung
Wir verkaufen dir keine perfekte Lösung – die gibt es bei Versicherungen nicht. Was wir an Genki schätzen und was du im Blick behalten solltest:
- Komplett online abgeschlossen – kein Papierkram, kein Maklertermin
- Traveler ist monatlich kündbar – passt zum flexiblen Nomadenleben
- Sportarten, die in Südostasien wirklich vorkommen (allen voran der Roller), sind drin
- Selbstbehalt wählbar – du steuerst Beitrag und Eigenanteil selbst
- Vorerkrankungen sind beim Traveler ausgeschlossen
- Traveler-Abschluss nur bis 69 Jahre
- Bei Native gelten Wartezeiten – kein Schutz „auf Knopfdruck“ für alles
- USA und Kanada nur eingeschränkt abgedeckt
Für die meisten flexiblen Auswanderer und digitalen Nomaden in Südostasien ist Genki eine ehrliche, faire Lösung. Wenn du allerdings deutlich über 60 bist, eine dauerhafte Niederlassung planst oder Vorerkrankungen mitbringst, kann ein klassischer Expat-Tarif besser passen. Dazu schreiben wir in einem eigenen Beitrag mehr.
Drei Fehler, die du dir sparen kannst
- Erst abmelden, dann an die Versicherung denken. Zwischen Abmeldung und neuem Schutz darf keine Lücke entstehen. Kläre den Anschluss, bevor du dich abmeldest.
- Wartezeiten ignorieren. Schließt du erst kurz vor Bedarf ab, greift der Schutz für bestimmte Leistungen (z. B. Schwangerschaft) noch nicht. Plane mit Vorlauf.
- Den falschen Tarif für deine Lage wählen. Traveler ist kein Ersatz für die deutsche KV und nicht für chronische oder bekannte Erkrankungen gemacht. Sei bei den Gesundheitsfragen ehrlich – sonst zahlt am Ende niemand.
Häufige Fragen
Ersetzt Genki meine deutsche Krankenversicherung?
Werde ich mit einer Vorerkrankung versichert?
Gilt Genki in Thailand, Vietnam und Laos?
Was kostet Genki?
Kann ich monatlich kündigen?
Fazit: Für wen lohnt sich Genki?
Wenn du flexibel unterwegs bist, online abschließen willst und einen fairen, verständlichen Tarif suchst, ist Genki für die meisten Auswanderer und Nomaden in Südostasien eine starke Wahl. Beantworte die eine entscheidende Frage – deutsche KV behalten oder nicht – und du weißt, ob Traveler oder Native dein Tarif ist. Deinen konkreten Beitrag prüfst du am besten direkt im Rechner.
Mehr zu Visa, Kosten und Alltag findest du in unseren ehrlichen Länder-Guides zu Thailand, Vietnam und Laos.




