Ratgeber · Krankenversicherung · Stand 13. September 2026
Beim Auswandern ist die Krankenversicherung der Punkt, an dem die wenigsten einen Plan haben. Visum, Flug und Wohnung sind meist geklärt, bevor jemand fragt, was eigentlich mit der Krankenkasse passiert. Dabei ist es der Posten, bei dem ein Fehler am teuersten wird.
Wir haben das für uns selbst mit Genki gelöst. Hier steht, welche zwei Tarife es gibt, für wen welcher passt und wo die Grenzen liegen, die man vor dem Abschluss kennen sollte.
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Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Du behältst deine deutsche Krankenversicherung? Dann ist Genki Traveler der günstige Zusatz.
- Du meldest dich ab oder bist dauerhaft raus? Dann ist Genki Native der Ersatz.
- Die harte Altersgrenze: Traveler bis 69 Jahre, Native nur bis 55 Jahre. Wer älter ist, braucht eine andere Lösung.
- Vorerkrankungen, Wartezeiten und die USA-Regel solltest du vor dem Abschluss gelesen haben.
Warum deine deutsche Krankenversicherung nicht einfach mitfliegt
Viele gehen davon aus, ihre Versicherung laufe im Ausland einfach weiter. Das tut sie in der Regel nicht. Gibst du deinen Wohnsitz in Deutschland auf und meldest dich ab, ruht die gesetzliche Versicherung meist, und ein dauerhafter Schutz im Ausland besteht dann nicht mehr. Private Verträge decken Auslandsaufenthalte oft nur für begrenzte Zeiträume ab. Das reicht für den Urlaub, nicht für ein Leben in Südostasien.
Die Details unterscheiden sich von Kasse zu Kasse und von Tarif zu Tarif. Kläre deinen konkreten Status direkt mit deiner Krankenkasse oder deinem Versicherer, bevor du irgendetwas kündigst.
Die eine Frage, die über alles entscheidet
Behältst du deine deutsche Krankenversicherung?
Ja — z. B. als Langzeitreisender, weiter in Deutschland gemeldet:
Genki Traveler als Zusatzschutz
Nein — du meldest dich ab:
Genki Native als Ersatz
An dieser Antwort hängt, welcher Tarif überhaupt für dich infrage kommt. Alles Weitere sind Details innerhalb dieser Entscheidung.
Die zwei Tarife im Vergleich
Genki Traveler ist eine Reisekrankenversicherung für Langzeitreisende und Nomaden: ein Jahr weltweiter Schutz für unerwartete Krankheiten und Verletzungen, solange du in Deutschland krankenversichert bleibst. Als alleiniger Schutz nach der Abmeldung ist der Tarif nicht gedacht. Genki Native ist der Vollschutz für alle, die raus sind.
Was Genki kostet
Der Beitrag hängt von Alter, Region und Selbstbehalt ab, feste Pauschalpreise wären unseriös. Genki selbst nennt als Beispiel für eine 30-jährige Person ohne Selbstbehalt:
| Tarif | Beispielbeitrag | Deckung |
|---|---|---|
| Native Basic | rund 189 € / Monat | bis 1 Mio. € pro Jahr |
| Native Premium | rund 273 € / Monat | ohne Jahreshöchstgrenze |
Mit jedem Lebensjahr steigt das. Deinen eigenen Beitrag siehst du erst im Rechner.
Wo Genki an Grenzen stößt
Was uns an Genki gefällt, ist schnell gesagt: Der Abschluss läuft komplett online, ohne Maklertermin und Papierkram, der Traveler ist monatlich kündbar, und die Sportarten, die in Südostasien tatsächlich vorkommen, allen voran der Roller, sind abgedeckt. Das ist im Vergleich zu klassischen Expat-Tarifen ein echter Unterschied.
Vier Punkte entscheiden trotzdem darüber, ob Genki für dich überhaupt funktioniert:
Die vier harten Punkte
- Alter. Native nimmt dich nur bis 55 auf, Traveler bis 69. Wer mit 58 auswandert und sich abmeldet, kommt bei Native nicht mehr rein. Das ist kein Detail, das ist für viele das Ausschlusskriterium.
- Vorerkrankungen. Beim Traveler fällt alles raus, was im Jahr vor Vertragsbeginn Symptome gemacht hat, diagnostiziert oder behandelt wurde. Bei Native entscheidet die Gesundheitsprüfung.
- USA und Kanada. Beim Traveler sind dort nur die ersten sieben Tage je Aufenthalt abgedeckt, und auch nur Notfälle. Gegen Aufpreis lässt sich das erweitern.
- Wartezeiten bei Native. Schwangerschaft und Geburt sowie bestimmte Zahnleistungen greifen erst nach 12 Monaten. Kurz vor Bedarf abschließen funktioniert nicht.
Für flexible Auswanderer und digitale Nomaden in Südostasien, die unter 55 sind und keine relevanten Vorerkrankungen mitbringen, ist Genki eine faire Lösung. Wer älter ist, eine feste Niederlassung plant oder chronisch krank ist, kommt an einem klassischen Expat-Tarif oder einer lokalen Versicherung nicht vorbei. Dazu machen wir einen eigenen Beitrag.
Drei Fehler, die du dir sparen kannst
- Erst abmelden, dann an die Versicherung denken. Zwischen Abmeldung und neuem Schutz darf keine Lücke entstehen. Kläre den Anschluss, bevor du zum Einwohnermeldeamt gehst.
- Wartezeiten übersehen. Wer erst kurz vor dem Bedarf abschließt, steht bei Schwangerschaft oder Zahnbehandlung ohne Leistung da. Rechne mit einem Jahr Vorlauf für diese Bereiche.
- Bei den Gesundheitsfragen schummeln. Wer eine Vorerkrankung verschweigt, hat im Leistungsfall keinen Schutz, sondern einen Vertrag, aus dem der Versicherer aussteigen kann. Das ist der teuerste Fehler von allen.
Häufige Fragen
Ersetzt Genki meine deutsche Krankenversicherung?
Genki Native ist als Ersatz gedacht, wenn du dich in Deutschland abmeldest. Genki Traveler ist nur ein Zusatz und ersetzt deine deutsche Krankenversicherung nicht. Verlangt dein Zielland eine eigene gesetzliche Versicherung, ersetzt Genki auch diese nicht.
Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?
Genki Traveler bis 69 Jahre, Genki Native bis 55 Jahre. Wer bei Native einmal drin ist, bleibt lebenslang versichert. Wer beim Abschluss älter als 55 ist, braucht eine andere Lösung.
Werde ich mit einer Vorerkrankung versichert?
Beim Traveler sind Vorerkrankungen ausgeschlossen. Als Vorerkrankung gilt alles, was im Jahr vor Versicherungsbeginn Symptome gemacht hat, diagnostiziert oder behandelt wurde. Bei Native entscheidet die Gesundheitsprüfung, das klärst du verbindlich direkt mit Genki.
Gilt Genki in Thailand, Vietnam und Laos?
Ja, der Schutz gilt weltweit. Eingeschränkt sind USA und Kanada: beim Traveler nur die ersten sieben Tage je Aufenthalt und nur im Notfall, erweiterbar gegen Aufpreis.
Was kostet Genki?
Der Beitrag hängt von Alter, Region und Selbstbehalt ab. Genki nennt als Beispiel für eine 30-jährige Person ohne Selbstbehalt rund 189 € monatlich für Native Basic und rund 273 € für Native Premium. Deinen eigenen Beitrag siehst du im Genki-Rechner.
Kann ich monatlich kündigen?
Genki Traveler läuft als monatliches Abo mit einem Monat Mindestlaufzeit und ist danach jederzeit kündbar. Für Native gelten die jeweiligen Vertragsbedingungen, die schaust du dir vor dem Abschluss an.
Fazit: für wen sich Genki lohnt
Beantworte die eine Frage, ob du deine deutsche Krankenversicherung behältst, und du weißt, ob Traveler oder Native dein Tarif ist. Prüf danach die Altersgrenze, denn bei Native ist bei 55 Schluss. Passt beides, ist Genki für die meisten Auswanderer und Nomaden in Südostasien eine gute Wahl, weil der Abschluss schnell geht und die Bedingungen lesbar sind. Deinen konkreten Beitrag siehst du im Rechner.
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Mehr zu Visa, Kosten und Alltag findest du in unseren Länder-Guides zu Thailand, Vietnam und Laos.
Transparenz und Hinweis: Die mit „Werbung“ markierten Links zu Genki sind Affiliate-Links. Schließt du darüber ab, erhalten wir eine Provision. Dein Preis bleibt exakt gleich. Wir sind keine Versicherungsmakler und beraten nicht individuell. Den passenden Tarif und deinen genauen Beitrag klärst du direkt bei Genki. Alle Angaben nach den Produktseiten genki.world/products/traveler und genki.world/products/native, abgerufen am 13. September 2026. Verbindlich sind immer die Versicherungsbedingungen von Genki.





