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Plan B Reisepass · Vermittlung

Ein zweiter Pass. Für den Fall, dass ihr ihn braucht.

Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsrecht gegen Geld: was die Programme Ende 2026 laut Behörden kosten, wie lange sie dauern und was sie wirklich bringen. Wir ordnen ein und vermitteln auf Wunsch diskret an einen Kooperationspartner. Beraten dürfen wir nicht.

Pass: Karibik, TürkeiAufenthalt: Europa, VAE, AsienZahlen von Behörden, mit Quellen
Stand 11 / 2026Plan BCBI · RBI

Braucht ihr das überhaupt?

Mit einem deutschen, österreichischen oder Schweizer Pass reist ihr fast überall ohne Visum hin, und in der EU dürft ihr ohnehin leben und arbeiten. Ein zweiter Pass macht euch also kaum beweglicher. Er bringt etwas anderes: ein zweites Land, das euch nicht ausweisen kann, und Rechte, die ihr an eure Kinder weitergebt.

  • Sinnvoll, wenn ihr eine dauerhafte Rückfallebene wollt. In Thailand, Vietnam oder Laos lebt ihr auf Visa, die regelmäßig neu genehmigt werden. Ein Pass oder ein unbefristetes Aufenthaltsrecht hängt von keiner Behördenlaune ab.
  • Sinnvoll, wenn Partner oder Kinder keinen EU-Pass haben. Dann werden auch die europäischen Aufenthaltsprogramme interessant, die ihr selbst nicht braucht.
  • Sinnvoll, wenn das Geld übrig ist. Die günstigsten Pässe beginnen bei US$ 200.000 Spende, die mit Gebühren schnell über US$ 250.000 liegt. Dieses Geld ist weg, es ist keine Anlage.
  • Nicht sinnvoll als Steuertrick. Das Finanzamt fragt nach Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt, nicht nach dem Pass (§ 1 EStG). Und nicht sinnvoll, wenn das Geld eigentlich die ersten Jahre in Asien finanzieren soll.
CBI

Pass gegen Geld

Citizenship by Investment: Staatsbürgerschaft gegen eine Spende an einen Staatsfonds oder eine Investition, meist in vier bis zwölf Monaten und ohne dort zu wohnen. Fünf Karibikstaaten, die Türkei und Vanuatu bieten das an.

RBI

Aufenthalt gegen Investition

Residence by Investment, oft Golden Visa genannt: ein befristetes, verlängerbares Aufenthaltsrecht gegen Immobilie, Fonds oder Einlage. Ein Pass kommt, wenn überhaupt, erst nach Jahren normaler Einbürgerung. Beispiele: Portugal, Griechenland, Malta, die Emirate, Thailand, Malaysia.

Bleibt gleich

Was kein Pass ändert

Steuerpflicht am Wohnort, Unterhaltspflichten und die Angaben bei Banken. Beim automatischen Informationsaustausch nennt ihr alle Staatsangehörigkeiten und Steuerwohnsitze; die OECD beobachtet Programme, die zum Verstecken von Vermögen missbraucht werden.

Pass gegen Geld: die Programme

Mindestbeträge laut den Behörden der Länder, abgerufen am 8. November 2026. Dazu kommen immer Prüf-, Antrags- und Passgebühren sowie das Honorar der Agentur.

ProgrammMindestbetrag laut BehördeDauer, Pflichten, Besonderheiten
St. Kitts & NevisPass · KaribikSpende (SISC) US$ 250.000 für eine Person oder eine Familie bis vier; Prüfgebühr US$ 10.0001Vorab-Genehmigung laut Behörde in 120 bis 180 Tagen; keine Aufenthaltspflicht
EU-Frist 2028, siehe unten
DominicaPass · KaribikSpende (EDF) ab US$ 200.000 für eine Person; Immobilie ab US$ 200.000 plus Gebühren ab US$ 75.00023 bis 6 Monate laut Behörde
Seit 19.7.2023 Visumpflicht für Großbritannien9
Antigua & BarbudaPass · KaribikSpende (NDF) US$ 230.000 je Antrag bis vier Personen, dazu Bearbeitung US$ 20.000 (eine Person: US$ 10.000)3Mindestens 5 Tage im Land in den ersten 5 Jahren
Prüf- und Bearbeitungsgebühren teils schon bei Antrag fällig
GrenadaPass · KaribikSpende (NTF) US$ 235.000 für eine Person oder Familie bis vier seit 1.7.2024; die Gebührentabelle der Behörde zeigt online noch US$ 150.000 / 200.0004Keine Angabe der Behörde
Behörde warnt vor Angeboten unter dem Mindestbetrag
St. LuciaPass · KaribikSpende (NEF) US$ 240.000 bis vier Personen; Staatsanleihen US$ 300.000 plus US$ 50.000 Gebühr; Immobilie ab US$ 300.000; Prüfgebühr US$ 8.0005Interview Pflicht seit 4.9.2023
TürkeiPassImmobilie ab US$ 400.000, drei Jahre halten; oder Bankeinlage, Staatsanleihen, Fondsanteile je US$ 500.000 für drei Jahre6Keine Angabe der Behörde
Für den Schengen-Raum bleibt ein Visum nötig26
VanuatuPass · PazifikPreis nur über Agenturen, keine amtliche Angabe onlineKeine amtliche Angabe
Seit 12.12.2024 keine visumfreie EU-Einreise mehr8, Großbritannien seit 2023 Visumpflicht9

Aufenthalt gegen Investition

Als EU-Bürger braucht ihr Portugal, Griechenland und Malta nicht; die Zeilen stehen hier für Partner ohne EU-Pass und zum Vergleich. Für Südostasien sind die Programme in Thailand und Malaysia der realistische Plan B ohne zweiten Pass.

ProgrammMindestbetrag laut BehördeDauer, Pflichten, Besonderheiten
PortugalGolden Visa (ARI) · Aufenthalt, verlängerbarFonds ab 500.000 €; Kultur oder Denkmal ab 250.000 €; Firma mit fünf Arbeitsplätzen 500.000 €. Immobilienkauf seit Oktober 2023 gestrichen107 Tage im ersten Jahr, 14 Tage je weitere zwei Jahre
Einbürgerung für EU-Bürger nach 7 Jahren, sonst 10 (seit 19.5.2026)11
GriechenlandGolden Visa · Aufenthalt 5 Jahre, verlängerbarImmobilie ab 800.000 € in Attika, Thessaloniki, auf Mykonos, Santorini und Inseln über 3.100 Einwohner; sonst 400.000 €; 250.000 € bei Umwandlung oder Denkmal; mindestens 120 m²12Kein Mindestaufenthalt
Kurzzeitvermietung der Immobilie untersagt
MaltaMPRP · Dauer-AufenthaltVerwaltungsgebühr 60.000 €, Staatsbeitrag 37.000 €, Spende 2.000 €; dazu Miete ab 14.000 € im Jahr oder Kauf ab 375.000 €; Vermögen ab 500.000 € nachweisen13Keine Angabe der Behörde
Pass-Programm vom EuGH am 29.4.2025 gestoppt14
Vereinigte Arabische EmirateGolden Residency · 10 Jahre, automatisch verlängertImmobilien ab AED 2 Mio. (Kredit einer lokalen Bank erlaubt, auch im Bau); oder Einlage bzw. Firmenkapital AED 2 Mio.15Kein Mindestaufenthalt genannt; länger als sechs Monate Abwesenheit erlaubt
Kein Weg zum Pass
ThailandLTR-Visum · Aufenthalt 10 JahreRentner ab 50: Einkommen US$ 80.000 im Jahr oder US$ 40.000 plus US$ 250.000 in Staatsanleihen; Vermögende: US$ 500.000 Investition plus US$ 1 Mio. Vermögen; Gebühr 50.000 THB16Jahresmeldung statt 90-Tage-Meldung
Auslandseinkommen laut BOI steuerfrei; Krankenversicherung US$ 50.000 nötig
ThailandPrivilege-Mitgliedschaft · 5 bis 20 JahreMitgliedsgebühr 650.000 THB (5 Jahre) bis 5 Mio. THB (20 Jahre und mehr)17Keine
Gebühr, keine Investition; kein Weg zum Pass
MalaysiaMM2H · Aufenthalt 5 / 15 / 20 JahreFestgeld US$ 150.000 (Silver), 500.000 (Gold), 1 Mio. (Platinum) plus Immobilie ab RM 600.000; Sonderwirtschaftszone ab US$ 32.000 Festgeld ab 50 Jahren1890 Tage im Jahr unter 50, keine ab 50
Festgeld bleibt euer Geld, ist aber gebunden

Ohne rosa Brille

Sieben Dinge, die in Hochglanzbroschüren fehlen.

  • Die Regeln ändern sich schnell. Spanien hat das Golden Visa am 3. April 2025 abgeschafft22, Malta musste sein Pass-Programm nach dem EuGH-Urteil vom 29. April 2025 beenden14, Portugal hat Immobilien 2023 gestrichen und 2026 die Einbürgerungsfrist auf sieben bis zehn Jahre verlängert11. Wer heute plant, rechnet mit den Regeln von morgen.
  • Die EU macht Druck auf die Karibik. Seit Ende 2025 kann die EU die Visumfreiheit eines Landes aussetzen, weil es Pässe gegen Geld vergibt7. Im Sommer 2026 hat die Kommission laut Berichten die fünf Karibikstaaten aufgefordert, ihre Programme bis zum 1. Juni 2028 einzustellen25. Vanuatu hat die visumfreie EU-Einreise im Dezember 2024 verloren8, Großbritannien verlangt seit Juli 2023 Visa von Dominica und Vanuatu9.
  • Der Mindestbetrag ist nicht der Endpreis. Prüfgebühren (St. Kitts US$ 10.000, St. Lucia US$ 8.000 je Hauptantragsteller), Bearbeitungsgebühren (Antigua US$ 20.000 je Familie), Pass- und Eidgebühren, Übersetzungen, Reisen und das Agenturhonorar kommen obendrauf.
  • Prüfung ohne Rückgabe. Die Behörden prüfen Herkunft des Geldes, Vorstrafen und Sanktionslisten, teils im Interview. Bei Ablehnung bleiben die Gebühren weg, und ein Pass kann später entzogen werden, etwa bei falschen Angaben oder wenn Antigua in fünf Jahren keine fünf Tage Aufenthalt sieht3.
  • Betrüger gibt es. Die Behörden nehmen Anträge nur über zugelassene Agenten an und veröffentlichen deren Listen; Grenada warnt auf seiner Seite ausdrücklich vor Angeboten unter dem Mindestbetrag4. Zahlt eine Spende nie an ein Privatkonto und nie vor der schriftlichen Genehmigung.
  • Steuern bleiben, wo ihr lebt. Ein Pass ändert nichts an der deutschen Steuerpflicht; die hängt an Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt24. Banken fragen beim Kontoeröffnen nach allen Staatsangehörigkeiten, und die OECD beobachtet Programme, die zum Verschleiern des Steuerwohnsitzes missbraucht werden23.
  • Österreicher aufgepasst. Wer freiwillig eine fremde Staatsangehörigkeit annimmt, verliert die österreichische automatisch, außer die Beibehaltung wurde vorher bewilligt20. Deutsche behalten ihren Pass seit dem 27. Juni 202419, Schweizer seit 199221.

So läuft eine Vermittlung

  1. Anfrage schicken.Budget-Rahmen, Wunschregion, Familienstand, Zeitplan. Mehr brauchen wir nicht, und nichts davon ist verbindlich.
  2. Erstgespräch mit dem Partner.Den Namen nennen wir nach eurer Anfrage. Der Partner prüft, welche Programme zu euch passen und ob die Voraussetzungen erfüllt sind.
  3. Unterlagen und Prüfung.Pässe, Führungszeugnisse, Herkunft des Geldes, ärztliche Bescheinigung, in der Karibik meist ein Interview. Die Behörde prüft selbst, mit externen Prüffirmen.
  4. Erst Genehmigung, dann zahlen.In der Karibik fließt die Spende nach der Vorab-Genehmigung. Prüf- und Antragsgebühren fallen vorher an und kommen bei Ablehnung nicht zurück.
  5. Pass oder Aufenthaltskarte.Eid oder Registrierung, Pass per Kurier oder vor Ort. Aufenthaltsprogramme verlängern nur, solange die Investition gehalten wird.

Häufige Fragen

Nein. Seit dem 27. Juni 2024 führt der Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit auf Antrag nicht mehr zum Verlust der deutschen, so das Auswärtige Amt. Wer vorher ohne Beibehaltungsgenehmigung einen anderen Pass angenommen hat, hat die deutsche damals verloren; das neue Recht holt das nicht nach. Österreich: automatischer Verlust, außer die Beibehaltung wurde vorher bewilligt. Schweiz: Doppelbürgerrecht seit 1992 ohne Einschränkung.

St. Kitts nennt 120 bis 180 Tage bis zur Vorab-Genehmigung, Dominica drei bis sechs Monate. Türkei und Aufenthaltsprogramme brauchen je nach Behörde und Unterlagen mehrere Monate. Werbung mit „Pass in 60 Tagen“ könnt ihr ignorieren.

Für die karibischen Pässe nicht; Antigua will fünf Tage in fünf Jahren sehen. Portugal verlangt sieben Tage im ersten Jahr, Griechenland keinen Mindestaufenthalt, Malaysia 90 Tage im Jahr für unter 50-Jährige. Wer dort auch steuerlich ansässig werden will, muss ohnehin dort leben.

Ja, in allen Programmen gegen Zusatzbeträge: Ehepartner, Kinder, oft auch Eltern. St. Kitts nimmt US$ 25.000 je weiterem Kind unter 18 und US$ 50.000 je Erwachsenem, St. Lucia registriert Neugeborene für US$ 5.000. Die genauen Tabellen stehen bei den Behörden.

Als Deutsche kaum, ihr reist jetzt schon fast überall ohne Visum hin. Der Wert liegt im Recht, dort zu leben, und in der zweiten Option, nicht in Stempeln. Und die EU prüft gerade, ob die Karibik-Pässe ihre Visumfreiheit behalten.

Keine Steuerberatung von uns. Fakt ist: Steuerpflichtig seid ihr dort, wo ihr wohnt oder euch gewöhnlich aufhaltet, in Deutschland nach § 1 EStG. Wer die deutsche Steuerpflicht beenden will, muss sich abmelden und wirklich wegziehen. Die Reihenfolge dafür steht im Guide „Abmelden beim Auswandern“.

Mindestbetrag plus Gebühren plus Honorare. Beispiel St. Kitts, eine Person: US$ 250.000 Spende und US$ 10.000 Prüfgebühr, dazu Antrags-, Pass- und Agenturkosten. Unter rund US$ 275.000 geht es dort nicht. Bei Aufenthaltsprogrammen bleibt die Investition euer Eigentum, ist aber für Jahre gebunden.

Gar nicht. Die Mindestbeträge stehen in den Gesetzen der Länder, Grenada warnt auf seiner Behördenseite ausdrücklich vor Angeboten darunter. Prüft jeden Anbieter gegen die Agentenlisten der Behörden und zahlt nur nach schriftlicher Genehmigung.

Nicht öffentlich. Ihr schickt die Anfrage, wir melden uns per E-Mail und stellen den Kontakt her. Eure Daten gehen nur an uns und, nach Rücksprache mit euch, an den Partner.

Quellen (alle abgerufen am 8. November 2026): 1 St. Kitts & Nevis CIU, Sustainable Island State Contribution · 2 Dominica CBIU, Investment Options · 3 Antigua & Barbuda CIU, NDF und Citizenship · 4 Grenada CBI, National Transformation Fund und Notices; Änderungsverordnung SRO 12/2024 laut IMI Daily · 5 Saint Lucia CIP, Citizenship by Investment · 6 Invest in Türkiye, Acquiring Property and Citizenship · 7 Rat der EU, neue Regeln zur Aussetzung der Visumfreiheit, 17.11.2025 · 8 Rat der EU, Vanuatu: Ende der Visumbefreiung, 12.12.2024 · 9 UK Home Office, Statement of Changes HC 1715, 19.7.2023 · 10 Portugal, Lei n.º 56/2023, Art. 44 (Änderung Lei 23/2007, Art. 3) · 11 Portugal, Lei Orgânica n.º 1/2026 (Diário da República, 18.5.2026) · 12 Enterprise Greece, Golden-Visa-Anpassung 2024 · 13 Residency Malta Agency, MPRP Legal Framework · 14 EuGH, Urteil C-181/23 Kommission/Malta, Pressemitteilung 29.4.2025 · 15 VAE, ICP Golden Residency · 16 Thailand BOI, LTR-Broschüre 2025 · 17 Thailand Privilege Card, Mitgliedschaften · 18 Malaysia MM2H, Kategorien (Ministry of Tourism, Arts and Culture) · 19 Auswärtiges Amt, Doppelstaatsangehörigkeit · 20 oesterreich.gv.at, Verlust der Staatsbürgerschaft · 21 Staatssekretariat für Migration (Schweiz), Doppelbürger · 22 Spanien, La Moncloa: Ende der Golden Visa am 3.4.2025 · 23 OECD, Residence/Citizenship by investment schemes · 24 § 1 EStG, unbeschränkte Steuerpflicht · 25 Bericht über den Brief der EU-Kommission an die fünf Karibikstaaten (VisasNews, 6.8.2026; der Brief selbst ist nicht veröffentlicht) · 26 EU-Verordnung 2018/1806, Anhang I: Staaten mit Visumpflicht (u. a. Türkei). Keine Rechts- oder Steuerberatung; Beträge und Fristen ändern sich, fragt immer die Behörde oder den Partner nach dem aktuellen Stand.

Unverbindlich anfragen

Wir stellen den Kontakt her

Eure Daten gehen nur an uns und, nach Rücksprache, an den passenden Partner. Keine Weitergabe darüber hinaus, keine Newsletter-Anmeldung.

Was wir sind

Tippgeber mit Quellen, keine Berater. Programme, Voraussetzungen und Kosten klärt der Partner mit euch. Steuer- und Rechtsfragen gehören zu Steuerberater und Anwalt.

Alle Beträge laut Behörden, Stand 8. November 2026. Programme ändern sich; fragt vor jeder Entscheidung nach dem aktuellen Stand.

Noch nicht so weit?

Die meisten brauchen zuerst Visum, Krankenkasse und ein Konto, das im Ausland funktioniert. Dafür gibt es die Länderseiten und den kostenlosen Vortrag.